Wenn das menschliche Auge ca. 24 Bilder pro Sekunde in schneller Abfolge wahrnimmt, ensteht der Eindruck eines bewegten Bildes. Dem Englischen Forscher M. Faraday gelang die Entdeckung des stroboskopischen Effekts, als er herauszufinden versuchte, warum wir die Bewegung eines Speichenrades das hinter einem Lattenzaun vorbeifährt, als stehend oder rückwärtslaufend wahrnehmen. 1845 entwickelte ein Österreichischer Forscher ein eigenes Projektionsgerät für eine Scheibe mit 12 transparenten Bildern. Vor jedem Bild brachte er eine Linse an und liess das Projektionslicht hinter den Bildern rotieren, so dass diese auf den selben Punkt einer Leinwand projeziert wurden. Das genau umgekehrte Verfahren wird heute benutzt, wo das Licht stationär ist und die Bilder weiterbewegt werden.
Film = Bewegte Bilder.
Dieser Lastwagen ist eigentlicht nicht in Bewegung es handelt sich nur um 14 einzelene Bilder die alle 0.1 Sekunden wechseln. Wegen der Trägheit unserer Augen haben wir das Gefühl, dass sich der Lastwagen bewegt. So entstanden
die ersten Filme und noch heute besteht ein Film aus einer Reihe von einzelen Bildern.
1891 meldete Thomas A. Edison sein Kinetoscope zum Patent an. Es handelte sich hierbei um ein Kasten, in dem man eine kurze Szene durch eine Art Lichttrichter betrachten konnte. Der Film bestand aus einer Endlosschleife.
Die Skladanowsky Brüder haben erstmals im November 1895 in Berlin Filme vor einem grossen Publikum öffentlich vorgeführt. Ihr Bioskop genannter Doppelprojektor funktionierte im Überblendverfahren. Das abwechselnde Öffnen zweier Linsen vor den beiden Filmstreifen sorgte für den stroboskopischen Effekt. Diese Technik war sehr flimmer behaftet und unangenehm zum betrachten.
Der Erfinder O. Messter verhalf 1896 dem Malteserkreuzgetriebe zum Durchbruch, welches die flimmerfreie Projektion erst ermöglicht hatten.
Die meisten Projektoren arbeiten heute halbautomatisch. Das heisst der Operateur muss den Film vor der Vorstellung manuell einlegen, danach übernimmt ein Automat den Verlauf der Vorstellung.
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